Reise blog von Travellerspoint

Oktober 2009

what a lovely day in Poitiers

overcast 24 °C

Meine Kreditkarte hasst mich langsam bestimmt. Tag ein, Tag aus wird sie in andere Hände abgegeben, die alle nur das eine von ihr wollen. Armes kleines Plastik Ding, welches nur in meiner Geldbörse darauf wartet wieder benutzt und missbraucht zu werden. Heute allerdings, viel mehr als geplant.

Dazu muss gesagt werden...ich fange langsam an die französische Bürokratie nicht zu mögen. Es hat nichts mit der Dame im Office zu tun, die nur französisch spricht sondern damit, dass ich für 3 Monate ein 9qm Zimmer bewohne für welches ich im Monat 225Euro bezahle (mehr als für meine kleine hübsche, schön eingerichtete, gemütliche, mit einem großen Bett versehene Wohnung in Chemnitz). Heute durfte ich auf die Monatsmiete noch einmal 225 drauf zahlen (Kaution) und zu allem Überfluss muss ich mir jetzt auch noch eine Versicherung für mein Zimmer zulegen, welche leider meine deutsche Hausratsversicherung nicht übernimmt. Also ob ich nicht schon genug frustriert bin, wenn es darum geht mit Franzosen zu kommunizieren, die entweder keine andere Sprache können bzw einfach nicht sprechen wollen. Nein, jetzt muss ich auch noch eine Versicherung hier abschließen für 3 Monate....da bekommt man doch schonmal Lust das Zimmer inklusive Möbel in Brand zu setzen. Ich mein, ich biete hier fließend 2 Sprachen an und mehr oder weniger auch eine 3., nämlich französisch und was ist mit denen? Zu stolz um aus ihrem kleinen Nest ihrer Comfort-Zone auszubrechen und sich der Welt zu öffnen und ein klein wenig Gastfreundschaft und Herzlichkeit an den Tag zu legen.

Wo wir gerade bei den Eigenarten der Franzosen sind...wieso kippen Franzosen ihre Eimer mit Dreckwasser einfach aus dem Fenster....in einer vollen Fußgängerzone, in dem Moment, wo ich unter dem Fenster vorbeilaufe????? Mein rechter Fuß war nass (hatte Ballerinas an) und meine Jeans war dreckig und ich will lieber garnicht wissen, was ich da abbekommen habe.

Ich denke, man kann also verstehen, warum meine Laune heute nicht so die Beste war. Und dann kommt noch der Busfahrer im Bus mit seinem französischem Kommentar an, welches ich zuerst nicht verstanden habe. Er schaute mich erwartungsvoll an, während ich ihm meine 1.30€ hinlegte und verlauten ließ "Un billet solo s.v.p" und ich erwartete keine Antwort, denn sonst reden Busfahrer auch nie und auf einmal brach ein Redeschwall auf mich ein. Ich zählte panisch das Geld nach, ob ich ihm evtl. zu wenig hingelegt habe und schaue ihn verdutzt an um darauf zu antworten "Je suis desolée mais je ne comprend pas " (Es tut mir leid, aber ich verstehe sie nicht). Er sagte dann etwas was ich verstanden habe, nämlich dass ich doch lächeln sollte. ... Mir war das ganze ein wenig unangenehm, ich lächelte ihn an, nahm mein Ticket, entwertete es und machte mich auf die Suche nach einem Sitzplatz auf dem ich einfach mal so versinken könnte, vor allen anderen Busmitfahrern, die das ganze Beobachtet haben. Ein wort allerdings habe ich verstanden, undzwar "perdu". Also holte ich meinen Franklin (Übersetzer) aus meiner Handtasche, tippte perdu ein und herauskam: Partizip Perfekt von perdre - verstört oder durcheinander aussehen.
Da bin ich gleich mal bis zum Straßenasphalt auf meinem Sitz versunken. Was interessiert es denn den Busfahrer, wenn ich auch mal schlechte Laune habe, besonders berichtigter Weise, wenn man gerade einen Eimer mit dreckigem Wasser in der Fußgänger Zone abbekommt!

Allerdings, muss ich auch einlenken. Als ich an der Bushaltestelle saß und mein Panini Kebab aß und so wartete kam eine Frau vorbeigelaufen, die mich anstrahlte und mir doch "Bon appetit" wünschte. Sowas würde es in Deutschland wohl eher selten geben. Besonders reizend wie ich es auch, wenn ich andauernd mit Bonjour madame begrüßt werde, sobald ich einen Laden betreten. Das hört sich so niedlich französisch an :)

Ich war heute wieder in meinem absolutem Lieblingsgeschäft in der Innenstadt von Poitiers. Dem Buchladen. Millionen von Büchern (mindestens :) ) verteilt auf sovielen Etagen. Man kommt rein, der Geruch von Büchern liegt in der Luft und die dunklen holzfarbenden, deckenhohen Regale tun den Rest zur Atmosphäre dazu. Es geht mehrere Etagen nach oben und je höher man kommt umso verwinkelter wird es. Es gehen viele kleine Räume ab die alle ihren eigenen Charme haben, egal ob es Kinder-, oder Medizinlektüren sind. Fast unterm Dach des Gebäudes angekommen gibt es einen kleinen Raum indem man seine gebrauchten Bücher verkaufen kann bzw diese auch findet. Sehr viele, sehr alte Bücher, die schon oft gelesen wurden und noch schöne alte, verzierte Einbände aufweisen. ... Wenn ich doch nur französisch könnte, hätte ich mir wahrscheinlich das ein oder andere Exemplar mitgenommen. Na vielleicht tu ich es dennoch irgendwann. Sieht ja schön aus im Bücherregal zu Hause, oder wie mein einer Dozent sagt, in unserer eigenen kleinen Bibliothek.

Ansonsten war ich froh, dass ich mir das Wäsche waschen bis heute aufgehoben habe, da ja meine Jeans heute dem Schmutz zum Opfer gefallen ist. Ich packte also meine gesamte Schmutzwäsche in meine blaue Ikeatüt und tüdelte mal eben so vom Batiment A ins Batiment F zur laverie, die allen ernstes 2 Waschmaschinen und 2 Trockner aufweist für ein Gebäude welches aus 7 Gebäudeteilen besteht, wo es 5 Etagen jeweils gibt mit bis zu 20. Zimmer. Die Chancen standen also relativ schlecht, das etwas frei ist, aber Karma oder Gott oder Glück sei Dank, war alles frei :) Erst hatte ich bedenken, dass die Anweisungen für die Waschmaschinen auf französisch seien und ich nichs verstehen würde (aber wie schwer kann es schon sein, eine Waschmaschine zu bedienen), doch dann erblickte ich kleine Bildchen auf der Waschmaschine. Erleichterndes Aufatmen. Dann der zweite Blick auf die Bilder und leichte Panik machte sich breit...umm häää? Naja im Endeffekt einfach die Bilder ignoriert, Wäsche in die Maschine und tadaaa, sie funktioniert und alles ist saubergeworden. Allerdings gibt es nur die Temperaturregelung zwischen kalt, warm und heiß und wer weiß was die Franzosen unter warm verstehen. So wie es aussieht ist allerdings nichts eingelaufen. Es ist auch relativ günstig. 2,50€ für 1x waschen (30min) und einmal trocknen (40min). Man muss halt nur das richtige Timing erwischen.

Hier noch etwas um das Herz zu erwärmen:

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Ich hätte am liebsten eine geschnappt und mit auf mein Zimmer genommen und adoptiert, ihr verschiedenen Namen gegeben, bis sie bei einem miaut hätte, der ihr gefällt und sie bis zum umfallen mit Lachsschinken gefüttert. Aber leider ist mein 9qm Zimmer etwas zu klein für eine Katze, ansonsten... :)

Als kleines Extra kann ich noch für alle empfehlen, die dem Englischen mächtig sind:

http://vicki-h.travellerspoint.com/

Sehr amüsant und erfrischend geschrieben mit wunderschönen Fotos. Hab mich mehrmals beim Lesen ertappt wie ich Lache musste.

Eingestellt von Pinky 10:03 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

Wann wird es endlich kalt?

semi-overcast 28 °C

endlich wieder up to date. Meine Einträge und Bilder haben diesmal etwas länger gedauert, da ich ja überraschend Besuch bekommen habe. Heute war ich wieder alleine. Hatte 2 Seminare, wobei sich ersteres ewig in die Länge zog (The Knife Thrower), da doch erstmal erklärt wurde (für 30min), was denn ein Erzähler sei und was denn die normalen Eigenschaften seien, von einer Kurzgeschichte, die wir bis heute lesen sollte. Also ich hab mich nicht wie in der Uni sondern eher wie in der 7. Klasse gefühlt. Der zweite Kurs für heute war allerdings wieder sehr spannend, ermunternt und erfrischend (Animals in Englisch Literature), was zum Teil aber mehr am leidenschaftlichen Lehrer, als am heutigen Inhalt lag.

Dann war das Wetter heute wieder eher August mäßig.

Oktober, 28 Grad, Sonnenschein.

Ich möchte doch aber endlich meine schönen warmen, bequemen Winterstiefel anziehen können.

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Ich präsentiere, meine Bücher mit denen ich mich zur Zeit beschäftige (sprich parallel lese).

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Von unten nach oben:

Anonym: Das Buch ohne Namen

Zum reinen Vergnügen, sehr spannend, kann ich nur empfehlen für einen regnerischen Herbsttag.

Disney: La fée Clochette

Ein Kinderbuch mit wunderschönen Bildern und wenig Text (auf französisch). Damit versuche ich mein französisch ein wenig aufzubessern. Einfache Satzstruktur. La fée Clochette ist im Deutschen das Glöckchen, die Fee von Peter Pan.

Steven Millhauser: The Knife Thrower and Other stories.

Ein Buch für das gleichnamige Seminar. Relative neu, von 1998. Leicht zu lesen (auf Englisch) mit, wie ich heut erfahren haben, viel deutscher Geschichte und Kultur, die ich allerdings im The Knife Thrower noch nicht entdeckt habe.

Shakespeare: Henry IV Part 1

Ich muss bis zur nächste Woche Akt II Szene 2 vorstellen. Außerdem werden wir die Szene nachspielen im Seminar :) (auf Englisch) allerdings sind wir nur zu 4 im Seminar und wir haben bis zu 7 verschiedene Rollen, da heißt es improvisieren. Davon mal abgesehen, dass ich zwar schon Goethe (Faust) und Schiller (Der Handschuh) gespielt habe, aber noch nie Shakespeare.

Nebenbei muss ich noch andere Texte lesen, die online sind bzw in den Hand outs die wir bekommen. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich find es schön wirklich ein Semester lang NUR Literatur zu studieren. Ich könnte das ewig machen bei sovielen verschiedenen Büchern und Genren und Epochen und... und... und...

Eingestellt von Pinky 12:38 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (2)

Kebab&French Fries um 21uhr auf dem Place Charles de Gaulle

le soir dernier avec mon petit ami 05.10.2009

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Eingestellt von Pinky 12:19 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

a walk in the park...

Jardins de Blossac & Jardin des Plantes 04.10.2009

sunny 23 °C

Eindrücke

Le Prison
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Rue du Fbg du Pont Neuf
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Sonntags, halb Fünf in Frankreich:

- Jardins de Blossac -

Grüne Wiesen - buntes Herbstlaub -Kastanien-- Palmen in weißen Übertöpfen - Kinderkarussel - Ziegen - Springbrunnen - Kinderlachen - Eis essen - Ausblick genießen - Kleiner integrierter Tierpark mit Papagein, Kaninchen, Wellensittichen, Fischen... - großes schweres Eisentor

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mein Lieblingsbild:

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kleiner Tierpark

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- Jardin des Plantes -

gemähter Rasen, Gemüse - & Kräuterbeete, Kürbisse, mit Blättern bedeckter Teich, letzten Sonnenstrahlen des Tages

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(das Gelbe ist ein Sonnenstrahl)

Vollmond

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Eingestellt von Pinky 11:27 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (3)

Roadtrip: Château Brissac & Angers

03.10.2009

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View Brissac auf Pinky's Reise-Karte.

Château Brissac

Das Schloss Brissac befindet sich in der französischen Stadt Brissac-Quincé im Département Maine-et-Loire, rund 15 Kilometer südlich von Angers gelegen. Das Schloss verfügt über sieben Stockwerke und 204 Räume und trägt den Spitznamen „Riese der Loire“.

Schloss Brissac wurde im 11. Jahrhundert ursprünglich als Befestigung von den Grafen von Anjou erbaut. Nach dem Sieg Philipps II. über den englischen König übergab er den Besitz an Guillaume des Roches. Mitte des 15. Jahrhunderts erwarb Pierre de Brézé, Minister von Karl VII. und Ludwig XI. den Besitz und errichtete ein mittelalterliches Schloss mit mächtigen Rundtürmen. Zwei davon flankieren noch heute die Hauptfront. Sie gehören zu dem wenigen, das von dem Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert übrig geblieben ist. 1465 fiel Pierre de Brézé in der Schlacht von Montlhéry, und 1502 war die Familie Brézé gezwungen, Brissac an den Kammerherren Karls VIII., René de Cossé, zu verkaufen. Seine Nachkommen sind noch heute die Besitzer des Schlosses Brissac.

Charles II. Cossé-Brissac war während der Religionskriege einer der Anführer der Katholischen Liga und seit 1594 Statthalter von Paris. Er wollte dem Bürgerkrieg ein Ende machen und erkannte Heinrich IV. als legitimen König von Frankreich an. Indem er ihm am 22. März 1594 die Tore der von spanischen Truppen besetzten Hauptstadt öffnen ließ, gab er Heinrich IV. die Möglichkeit, die Stadt praktisch kampflos einzunehmen. Zum Dank erhob der König 1611 Brissac zum Herzogtum und verlieh Charles II. den Rang eines Feldmarschalls und Pair von Frankreich. Außerdem erlaubte er ihm, das während des Krieges stark zerstörte Schloss wieder aufzubauen.

Nach einem grandiosen Plan sollte ab 1601 das alte Schloss vollkommen abgerissen werden und an dessen Stelle ein bauliches Monument mit drei Flügeln und sieben bis acht Stockwerken erstehen. Der Wiederaufbau kam jedoch nur zögernd voran; neue Teile wurden schon errichtet, während man noch dabei war, alte Gebäudeteile abzureißen. Noch vor der Fertigstellung verstarb der Bauherr 1621, und sein Sohn und Nachfolger ließ sämtliche Arbeiten einstellen. Somit verblieb das Gebäude bis heute in dem damals erreichten baulichen Zustand.
Schloss Brissac: Parkansicht

Der monumentale Pavillon des fünfstöckigen Hauptflügel im Osten liegt zwischen den zwei Rundtürmen des alten Schlosses und zeigt einen an Schloss Cheverny erinnernden, aber etwas italienisierenden Stil. Gegliedert werden die Geschosse von Pilastern der fünf klassischen Ordnungen. Seitliche Rundbogennischen und –fenster begleiten die fünf großen Rundbogenöffnungen der Mittelachse. Zusätzlich belebt wird die Fassade durch Pilasterquaderung sowie gequaderte Rahmungen an Fenster- und Türöffnungen. Zwei stilistisch ähnlich angelegte Trakte umschließen mit dem Hauptflügel einen engen Innenhof.

Der Pavillon sollte beidseitig einen niedrigeren Flügel erhalten, jedoch wurde nur die linke Seite zwischen Pavillon und Südturm fertiggestellt. Der ursprüngliche Plan Charles’ II. de Cossé lief auf eine vollkommen symmetrische Fassade ohne die beiden Türme hinaus.

Das Schloss Brissac ist heute noch bewohnt und ist mit etlichen Kostbarkeiten ausgestattet. Vom Vestibül aus führt der Rundgang zuerst in den großen Salon mit einer geschnitzten und bemalten Holztäfelung sowie einer vergoldeten Balkendecke aus dem 17. Jahrhundert. Des weiteren befinden sich hier vier venezianische Kristall-Kronleuchter aus Murano. Das eindrucksvolle Gebälk zeigt den Stil Ludwigs XIII. und ist mit geschnitzten Blumengirlanden, Früchten und Blattmotiven geschmückt.

In der ersten Etage befindet sich die große Galerie. Sie hat eine Länge von 32 m und ist von der Art, wie sie sich in den Schlössern im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts verbreitete. Beispiele hierfür sind die Francois Galerie in Fontainebleau, die Galerie im Schloss Chenonceau über den Fluss Cher sowie der Spiegelsaal im Schloss Versailles. Die Wände waren entweder mit Malereien verziert, oder sie wurden wie im Schloss Brissac mit Wandteppichen behängt. Die aus dem 16. Jahrhundert stammenden flämischen Tapisserien stellen Szenen aus dem Leben Alexander des Großen dar. Die gewölbte Decke der Galerie wurde 1625 prachtvoll mit 100 Miniaturen pastoraler, biblischer und mythologischer Thematik bemalt.

Den Schluss des Rundganges bildet die gotische Kapelle im Südturm des ursprünglichen Schlosses. Das Chorgestühl aus der Renaissance ist mit eingelegten Emailplaketten geschmückt und stammt aus einem Kloster in Neapel. Es folgt der Raum der Jagden, der seinen Namen flämischen Wandteppichen mit Darstellungen verschiedener Jagdarten des 16. Jahrhunderts verdankt. Im anschließenden sogenannten Zimmer Ludwigs XIII. trafen sich im August 1620 König Ludwig XIII. und seine Mutter Maria von Medici nach der Schlacht von Ponts-de-Cé, um sich vorübergehend zu versöhnen.

Die Nachkommen des Grafen von Brissac bewohnten das Schloss, bis es 1792 während der Französischen Revolution geplündert wurde. Das Schloss lag in Trümmern, bis es 1844 durch die Nachkommen des Grafen restauriert wurde. Diese Arbeiten dauerten bis weit in das 19. Jahrhundert.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts veränderte Jeanne Say, Gattin des Marquis de Brissac, die nähere Umgebung des Schlosses. Ein Graben, über welchen eine Zugbrücke führte, wurde aufgefüllt und der Park im englischen Stil umgestaltet. Die Stallungen gegenüber dem Schloss wurden restauriert, ebenso Zimmer und Innenräume; zudem wurde für die begabte Koloratursängerin auch ein kleiner Opernsaal im Schloss gebaut.

Heute ist das Schloss im Besitz des 13. Herzogs von Brissac und wird immer noch bewohnt. Die Innenräume sind zum Teil für Besucher geöffnet. Für besondere Anlässe bietet das Schloss den repräsentativen Rahmen, und es ist außerdem Veranstaltungsort des jährlich stattfindenden Festivals Val de Loire.

An das Schloss schließt sich ein weitläufiger, etwa 70 Hektar großer Park mit zwei natürlichen Wasserwegen sowie einem Gestüt an. Am Rande des Parks existiert ein 237 Meter langer Tunnel, der vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt und den überflutenden Fluss Aubance abgeleitet hat, um Überschwemmungen am Schloss zu verhindern. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich diese Passage mit tausenden Kubikmeter Sand gefüllt, die bis zum Jahr 2000 entfernt wurden. Über 100 Freiwillige aus dem Ort benötigten dafür vier Jahre. (http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Brissac)

Außen
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Garten
Hohe Bäume
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Vom Garten aus gesehen
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Küche
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Empfangssaal
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Laterne
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Narnia Schrank
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Großer Saal
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Schlafzimmer Louis XIII
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Speisezimmer
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Tanzbär
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Theater
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Bücher
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Treppenhaus
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Arthusschwert

Es ging wirklich nicht herauszuziehen :-)
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Cuisine im Keller
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Weinkeller mit Weinverkostung

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Schloß von Weiten
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Katzen
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Glück
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FAHRT BRISSAC--> ANGER

Gendarmerie auf dem Weg nach Angers
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Wein
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Spaziergang durch ANGER in sepia

Brunnen
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Löwe im Park
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Château Angers
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Kirche
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Innenstadt
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Kathedrale
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Laterne in sepia
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Treppe zum Brunnen in Sepia
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Zweisamkeit und Dunkelheit genießen am Fluss Ufer des Le Mains
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Lampe in sepia
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Amour
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Brücke bei Nacht farbig
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Brücke & Kathedrale bei Nacht
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Kathedrale bei Nacht
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Brunnen voller Schaum
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Rückfahrt:

Vollmond, keine Wolken am Himmel, Kilometer lange Straße nur gerade aus (wirklich!). Musik, Spaß und Lebensfreude im Auto. Schön!

Eingestellt von Pinky 11:21 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

mon 23. anniversaire

01.10.2009

sunny

Mitternacht. Ich wartet geduldig auf den obligatorischen Geburtstagsanruf meines Freundes, der leider ausblieb. Was allerdings nicht so schlimm war, da ich ja immernoch auf der premier bottelon mit vielen Freunden war. Gegen 12:30uhr bin ich allerdings mit Lucia (Spanien oder Italien) und Mathieu (Belgien) nach Hause gefahren.

9uhr morgens. Ich stehe auf. Immernoch kein Anruf.

Es klopft an der Tür.

Er steht da. :-)

Aufregung, Herzklopfen, Umarmungen, Küsse, Anschauen, Umarmungen, mehr Herzklopfen, Freude.
Das schönste und beste Geschenk.

Allerdings musste ich um 10uhr in meinem Seminar über "The women's movement in the US" sein.

Hab mich wieder mit Felicity getroffen, von der ich eine schöne Karte geschenkt bekommen habe. Class war sehr voll. Unterricht teils auf Englisch, teils auf französisch. Es geht um Feminismus. Es war sehr viel bekanntes dabei, da ich erst letztes Semester eine Hausarbeit über Feminismus geschrieben haben. Aber dennoch nicht uninteressant. Allerdings gibt es auch hier wieder eine 4 Stunden Prüfung im Januar.

Um 12uhr konnte ich es kaum erwarten in mein 9qm Zimmer zurück zukehren um sicherzugehen, dass ER immernoch da ist. Und ja, er schlummert friedlich in meinem 90cm bett, welches von nun an, für uns beide da war.

Später gab es eine kleine Stadtführung zur Notre-Dame-La-Grande und Cathédral St. Pierre, bevor abends um 21uhr meine kleine Party los ging.

Wir haben uns mit Sara, Felicity, Mathieu, Julia, Christina und Vivienne am Hôtel de Ville getroffen und sind dann zum Place Charles de Gaulle, da dort gerad eine Art Elektro Konzert war. In einem Café haben wir alle etwas getrunken und dann gab es Geburtstagskuchen für mich, auf französische Art. Lauter kleine Schokotörtchen, die sehr sehr lecker aussahen mit Kerzen darauf, die ich auspusten musste. Hab von Sara und Felicity noch eine Flasche Champagner und von Mathieu eine Flasche regionalen Rotwein geschenkt bekommen. Es wurde Happy Birthday gesungen und Tom und Lucy kamen noch dazu und nach einem Drink ging es weiter in die Bar au Vin, wo George und Lucia auftauchten mit rosa Blümchen. Sehr gemütlich und nicht sehr voll. Man konnte draußen sitzen unter Efeu und die frische Spät Sommerluft genießen.

Glück
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Wünsche
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Weinbar
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Gesellschaft
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Gespräche
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J'aime le vin, le jeu et les filles
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Außerdem kamen noch ein paar Blümchen für mich an der Rezeption an, von Sebastian. Rosa Rosen, meine Lieblingsblumen zusammen mit weißen gebunden, zu einem sehr schönen Strauß inklusiver einer Nachricht die eher auf ein Schreibmaschinen Telegramm hinwieß als auf eine moderne Internet Bestellung. Dazu gab es noch eine Anhänger für mein Armband, so dass ich immer etwas von meinem petit ami bei mir tragen kann.

Ein paar Tage später gab es dann noch eine schöne Karte von Suzanne und von Fanny (mit der Post).

Ein durchaus gelungener Tag.

Eingestellt von Pinky 05:06 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (2)

The Knife Thrower & Animals in Eng. Lit. / Premier Bottelon

30.09.2009

sunny

Sonnenaufgang

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Sonneuntergang

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Kurse

The Knife Thrower and Other Stories
Die ersten 90min hat der Dozent nur auf französisch geredet, aber man gewöhnt sich daran und das Zuhören wird auch besser. Sehr voll der Kurs. Zum Inhalt kann ich noch nichts sagen, da ich erstmal die Kurzgeschichten lesen muss (von Steven Millhauser). Es gibt jedenfalls eine 4h Prüfung im Januar. Was nicht gut ist, da ich dann extra für die Prüfung wieder nach Poitiers muss. Ansonsten ist der Dozent (Franzose) aber sehr nett und hat sich später nochmal mit Felicity, Kevin (Irland) und mir getroffen und hat uns alles auf Englisch erklärt.


Animals in Englisch Literature and Art of the late Middle Ages (Tiere in Englischer Literatur und die Kunst des späten Mittelalters)

Sehr interessant. Viele Leute im Kurs, hauptsächlich Franzosen. Stephen Morrison (Amerikaner) leitet das Seminar mit sehr viel Leidenschaft und Hintergrundwissen. Haben mit Sprachgeschichte angefangen. Skandinavische und germanische Wurzeln im Englischen gesucht und gefunden usw.

Premier Bottelon

Eine Feier aller Erasmus Studenten am Pont Joubert, am Fluss Le Clain. Viel Alkohol. Viele betrunkene Franzosen. Viel Rauch. Und das erste Mal Geburtstagswünsche abfassen.

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Eingestellt von Pinky 04:48 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (2)

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