Reise blog von Travellerspoint

Frankreich

Regen und...

rain 14 °C

Feueralarm.

Ein Netzwerkkabel welches nie zu funktionieren scheint, da dauernd die Verbindung zum Internet getrennt wird, von der Geschwindigkeit mal ganz abzusehen, wenn es dann doch mal funktioniert (Videos hochladen unmöglich).

Immernoch krank. War heute früh und gestern früh nicht in der Uni.

Heizung blubbert ab und an mal. Sie ist nicht mehr eiskalt wenn man sie anfässt aber auch nicht warm (nicht mal annährend).

Morgen früh geh ich in die Uni, obwohl es mir immernoch nicht gut geht, aber immerhin ist der Raum warm, wo wir morgen haben (Südseite).

Montags und Dienstags haben wir in kalten Räumen. Den einen Tag konnte man sogar den Atem vor einem sehen, während wir Unterricht hatten. Naja zum Glück hab ich Handschuhe gekauft.

Immerhin ist der Regen schön. Endlich mal. Und der Geruch...hmmmm ich liebe den Geruch von Regen.

UPDATE:

Kurz nach dem Absenden des Blogeintrages ging es schon wieder los mit Feueralarm.... ich kann es echt nicht mehr hören! Nervt langsam

Eingestellt von Pinky 11:29 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

Feueralarm

semi-overcast 12 °C

Was soll man dazu noch groß sagen? Das dritte mal Heute.

Beim ersten Mal (gegen 13uhr)stand ich gerad unter der Dusche. Bin raus, hab aus dem Fenster geguckt ob irgendwo Feuerwehr kommt oder ob ich Sirenen höre und als alles normal war, hab ich einfach meine Haare geföhnt, damit ich den Alarm nicht hören musste. Als er dann endlich ausging hab ich kurz aufgeatmet aber dann fing er sofort wieder an. Naja, dachte ich mir da so, vielleicht ein Zeichen für ein wirkliches Feuer. Ich also schnell mein Handy und mein Geld gepackt und bin runter. Kein Mensch war irgendwo zu sehen, alle sind wahrscheinlich in Ihren Zimmern geblieben. Beim Haupteingang war keiner und draußen vorm Gebäude auch nicht. Bin ich einfach rüber in die Cafeteria, hab mir ein belegtes Baguette geholt und bin langsam wieder zurück gelaufen, in der Hoffnung, dass der Alarm aufgehört hat oder das diesmal wirklich ein Feuer ausgebrochen ist. Im Fall des Zweiteren hätte ich mich aber geärgert, dass ich meinen Fotoapperat im Zimmer gelassen hab und hätte natürlich gehofft, dass das Feuer nicht in meinem Gebäudeteil ausgebrochen wäre.

Naja es gab kein Feuer.

Jetzt (21uhr), ich sitze auf meinem Bett, schaue Twilight, geht auf einmal der Feueralarm los. Naja ich bin zu Facebook gegangen, hab kurz die eine angeschrieben, die in meinem Wohnheim wohnt, weil sie auch gerade online war und wir haben beide festgelegt das wir diesmal streiken und nicht runter gehen. Ihr wurden wohl mal gesagt, dass 99,9% der Feueralärme/alarmse??? falscher Alarm sein. Nur wie soll man da bitteschön wissen wann es denn zur Ausnahme und der 0,01% Situation kommt?

Ich weiß, ich sollte bei jedem Alarm lieber runter und raus gehen, da ich im 5 Stock wohne und am Rand und daher nur einen Ausgang hab und wenn es da brennt..pech.

Better safe than sorry.

Aber wer auch immer dieses Sprichwort erfunden hat, musste wohl nie 82 Treppenstufen runter laufen um sie dann wieder nach oben zu gehen, wenn man festellt, dass man die einzige Person ist, die panisch das Gebäude verlassen hat.

Hab mir heut ein paar Handschuhe bei H&M gekauft. Hilft ja nichts. Ist ja kalt draußen.

Und dabei gleich ein paar ESPRIT Bilder gemacht *seufz*

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Und da standen noch ein paar Kühe im Geant herum und da dachte ich mir, wenn ich schonmal meine Kamera draußen hab, dann...

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Angeblich wurde die Heizung heute angestellt. Ich konnte meine nicht mal auf 5 drehen sondern nur bis 1. Bin dann an den Empfang und da kam eine Dame zu mir hoch die mit ihren künstlichen Fingernägeln ein paar Mal am Thermosdat gedreht hat um dann festzustellen, dass sie nichts tun kann...Ähm ja. Als sie weg war hab ich selber weitergemacht und wurde irgendwenn ein wenig naja gewaltätiger, weil ich einfach genervt war. In dem Moment hab ich 2 kleine Schrauben gefunden, ein wenig dran herum gedreht und tada, Heizung ist auf 5. Allerdings immer noch kalt. Aber ich bin nicht die einzige mit dem Problem in ihrem Zimmer, daher warte ich einfach mal ab und hoffe, dass Morgen eine wenig Wärme hier oben bei mir ankommt.

Eingestellt von Pinky 21:36 Archiviert in Frankreich Kommentare (3)

prends froid

bin erkältet

semi-overcast 8 °C

Naja ist ja auch kein Wunder, wenn die Heizung immernoch nicht geht :(

Da hat es auch nichts genützt, dass ich die letzten Tage mit Schal und Stiefeln hier saß. Draußen in der Sonne war es nämlich immer wesentlich angenehmer als in meinem Zimmer, welches leider nur früh morgens ein wenig Sonne abbekommt.

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Infolge dessen: Leichter Schnupfen, ab und zu Niesen, Halsweh und einfach nur bähhhh.

Fototupdate:

Mehr Rugby Bilder vom Spiel (einfach nur anklicken)

Eingestellt von Pinky 11:08 Archiviert in Frankreich Kommentare (2)

I'm driving home for Christmas...

Tickets gebucht

Sooo hab Tickets gebucht um Weihnachten nach Hause zu fahren. Ich fliege nicht, ich fahre Zug. :-)

Also

18.12.09

ab 06:36 von Poitiers nach Paris Montparnasse (Ankunft 08:15) für 17Euro mit dem TGV

Dann Aufenthalt in Paris, Eiffelturm und Seine und Champs-Elysees anschauen (liegt auf dem Weg zum anderen Bahnhof). Das würde laut Google Maps mit dem Auto 24min dauern, 11km Fahrt. Nun werde ich die 11km mit meinem pinken Koffer durch Paris laufen und hoffe natürlich, dass es nicht regnet.

ab 13:09 von Paris Est nach Frankfurt Hauptbahnhof (Ankunft 16:58)

ab 17:58 von Frankfurt Hauptbahnhof nach Hamburg Hauptbahnhof (Ankunft 21:37)

für 99,00 Euro, Reisespezial 1. Klasse (für 39,- gabs leider nicht mehr)

und ich muss nicht für Übergepäck bezahlen, sondern kann meinen Koffer so voll und schwer machen wie es nur geht. :-)

Sooo jetzt fehlt nur noch der Schnee vorm Fenster, ein wenig Weihnachtsdeko und schon wär meine Weihnachtsstimmung perfekt :-)

Eingestellt von Pinky 14:50 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (5)

French Rugby

sunny 12 °C

Herbst
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Der kleine Junge war total niedlich. Den hat das Spiel nicht interessiert und da saß er nun, Rücken zum Spielfeld, im Schatten mit seinen Handschuhen an und hat Pokemon Cards gespielt und man konnte richtig sehen, wie er überlegt hat, welche Karte nun wohin kommt:) Danach hat er alles sorgfältig eingepackt und hat angefangen zu lesen.
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Die französische Art des Parkens (auf dem Fußgängerweg, sodass die Leute auf der Straße laufen müssen)
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leere Straße an einem Sonntag Nachmittag
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Eingestellt von Pinky 09:12 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

les photos de Poitiers et du concert de Grace

15.10.2009

semi-overcast 8 °C

Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die Bilder und Videos vom Konzert. Das Hochladen der Videos dauert eine Weile, da gibt es den Eintrag bestimmt erst morgen oder übermorgen. Eines der Videos, welches ungefähr 10 Minuten lang ist, ist nämlich 1,1GB groß (HD Qualität).

Das erste Fotos ist um die Mittagszeit enstanden, als ein paar Leute, verkleidet wie im Mittelalter laut Musik unter meinem Fenster gemacht haben.

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Die folgenden Fotos sind entstanden, als ich im Stadtzentrum ankam, und auf den Bus und auf Julia gewartet hab. War zwischendurch in einer Pâtesserie und hab mir ein Schokoladengefülltes-Blätterteig-Gebäck geholt, was sehr lecker war. Es ist Schade, oder vielleicht auch besser so, dass es in umittelbarer Nähe des Wohnheimes keine Pâtteserie gibt, ansonsten würde ich sowas wohl jeden Morgen essen.

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Dann kam Julia und der Bus und es ging Richtung Westen, raus aus der Innenstadt in die Wohnsiedlungen. Der Bus war so gut wie leer, es war dunkel und der Musikgeschmack des Busfahrers war sehr eigen. Da kam also Elvis Presly mit einer seinen Balladen und wir fuhren durch Frankreich. War schon sehr kitschig :)

Das Konzert war super. Es war in einem kleinen Theatersaal eines Kulturzentrums in Poitiers. Ich denke es waren so zwischen 100 und 200 Leute da (bin nicht sehr gut im Schätzen). Die Musik war super und die Dame konnte wirklich singen. Es war live und eine unglaubliche Stimme. Zwischendurch und nach dem Konzert wurden dann alle zum Tanzen aufgefordet, was sehr lustig war, da niemand im Publikum so mit dem Hintern wackeln konnte, wie die Schwarze Background Sängerin. Am coolste, war jedoch der Drummer, der mit seinem NY Yankees Shirt nunmal überhaupt nicht in diese Hippie-Esoterik Stimmung reingepasst hat. Das Publikum war sehr gemischt. Männer, Frauen, jung und alt. Paare, dann auch nur Gruppen von Männern, Familien etc pp. Alles dabei.

Und ich muss mich korrigieren. Sie ist keine Französin. Sie wurde in Kanada geboren, ist aber im Grunde genommen auf der ganzen Welt aufgewachsen, da ihre Eltern viel gereist sind (Indien, Afrika, Europa, Nord Amerika) und das merkt man auch der Musik an.

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Dann war es vorbei und es ging wieder raus an die kalte Süd-West Frankreich Luft. Nach 3 Liedern und 25 Euro später, hat mich mein Taxi dann auch zu Hause abgesetzt. Die Fahrt ging schnell, allerdings nicht durch Stadtzentrum hindurch, da mal wieder alles gesperrt ist, wegen einem Manifestation Agriculture (Demo der Bauern). Immer was los in der Stadt hier. Im Radio lief "when a man loves a woman", der klare Sternenhimmel zog am Fenster vorbei, währen ich warm eingekuschelt im Mantel und mit Schal im Taxi saß. Der Taxifahrer war sehr nett, hab mich sogar ungefähr 5 Sätze lang mit ihm unterhalten, auf französisch :) Es wird also langsam mit der Sprache.

Für das Wochenende ist soweit nichts geplant, da ich viel Hausaufgaben machen muss. Allerdings mag ich am Sonntag zum Uni-Rugbyspiel gehen. Hoffe es kommen ein paar Leute mit. Sara hat jedenfalls schonmal zugesagt.

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Anmerkung:

Kein Wunder, dass eine Hausratversicherung hier Pflicht ist. Es gab eben den 3. Feueralarm in meinem Wohnheim seitdem ich hier bin. Langsam wird das doch ein wenig nervig. Und wenn der jedesmal angeht, wenn jemand sein Essen anbrennen lässt (das 1.mal) oder wenn jemand in seinem Zimmer raucht (wie jetzt), dann nimmt man das im Ernstfall nicht mehr ernst....

Eingestellt von Pinky 03:08 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

quel jour hivernal

sunny 12 °C

Stiefel an, Mantel zugebunden, Wollschal dreimal um den Hals gebunden und auf gings in den kalten Herbstmorgen in Süd-West Frankreich. Temperaturen um den Gefrierpunkt, der Geruch von Winter liegt in der Luft, während die Sonne sich am hellblauen Himmel ausbreitet. Blätter fliegen im starken Wind an meinen Stiefeln vorbei, die sich ihren morgentlichen Weg in die Uni bahnen.

Nachdem ich 5 Seiten Mitschriften erfolgreich abgeschlossen habe im Kurs über die Frauenrechtsbewegung in den USA, ging es zum Mittagessen ins Restaurant Rabelais mit George (Griechenland) und Lucia (Italien).

Danach war es dann soweit. Das was ich solange aufgeschoben habe. Der Besuch bei der Bank. Ich brauchte eine Hausratversicherung für mein Zimmer, da diese in Frankreich obligatorisch sind. Ich kam also nicht um ein Bankkonto herum. Ich geh rein in die Bnp Paribas, musste zum Empfang.

Sie: "Bonjour...bla.blah..*+'?%$§"

Ich: "Bonjour j'ai besoin une assurance habitation"

Sie: "+§?%& cliente &%)!?"

Ich: "Non, je n'ai pas un compte bancaire à ici"

Sie, geht weg, redet mit einer anderen die dann kommt und mich abholt. Auf in den Kampf.

Madame Céline Branger war sehr freundlich, hat mir alles langsam erklärt, meine falsch formulierten Fragen beantwortet und mich mit einem Bankkonto und einer Hausratversicherung nach Hause geschickt. :)

Meine Stiefel trugen mich raus in die kalte Winterluft und Erleichterung kam auf. Zur Feier des Tages ging es mal wieder zu Géant. Bevor ich Essen einkaufen war, bin ich das Einkaufszentrum mal bis zum Schluss abgelaufen und da überkam es mich, Heimweh.

Da war er, der einzige ESPRIT in Poitiers in doppelter Ausführung (Women Casual und EDC getrennt). Hab leider meine Kamera nicht in meiner Handtasche gefunden, um diesen einzigartigen Moment festzuhalten. Daneben waren noch weitere Klamottenläden wie H&M und ein paar französische.

Im Géant hab ich mich dann mit Bananen, Weintrauben und Pflaumen, Orangensaft, Fruchtsmoothie, Lindt Schokolade, Double Chocolate Chunk Cookies und Mini Beignets, Hot Dogs, 2x Volvic, Le Petit Marseillais Handcreme & 'Labello' belohnt für 35 EURO!!!! grrr.... am teuersten waren die weintrauben und die cookies und die beignets... Warum ist so wenig essen so teuer?

Heute muss in Poitiers irgendein Brot Tag sein. Im Restaurant Rabelais gab es vorm Eingan einen Stand mit verschiedenen Brotsorten und einem goldenen Pokal. Im Supermarkt gab es eine riesige Tafel mit versch. Brot und Baguette und rundem Brot mit dem Durchmesser eines Autoreifens etc. Schade, dass sich meine Kamera heute so tief in meiner Handtasche versteckt hat.

Ich genieße gerade die Weintrauben und werde bald in die Stadt aufbrechen um mich mit Julia zu treffen. Denn wir gehen heute Abend um 20:30uhr zum Konzert von Grace. Wir fahren mit dem Bus hin, nur das zurückkommen Nachts wird schwieriger. Das Konzert ist ein wenig außerhalb der Stadt, wo keine Nachtbusse fahren. Naja abwarten. Wenn nicht müssen wir halt einen kleinen Nacht-Winterspaziergang machen.

Eingestellt von Pinky 17:06 Archiviert in Frankreich Kommentare (1)

1 Grad Nachts...

sunny 14 °C

... und die Heizung wird erst im November im Wohnheim eingeschalten....

Eingestellt von Pinky 11:19 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

ein weiterer Tag im Erasmus Leben

sunny 16 °C

Es herrscht herbstliches Bilderbuchwetter. Schreibt man das zusammen? Im Englischen schreibt man alle Nomen getrennt. Bilderbuchwetter.... Bilderbuchwetter?!
Jedenfalls, blauer Himmel, weiße Wolken, Sonnenschein, der zwischen den sich leicht färbenden Blätter hervorblitzt und kalter Wind. Sehr kalter Wind.

Meine Präsentation lief gut. Taffy Martin war zufrieden und freute sich über meinen amerikanischen Akzent, da ich den Namen des Dichters dadurch falsch betont habe. Und ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern, wie er denn nun richtig ausgesprochen wird. Unsere Unterrichtsräume werden immer kleiner. Man muss dazu sagen, über die französische Uni, dass es keine Raumpläne gibt. Und alle Räume scheinen doppelt belegt zu sein und es scheint immer der/die Dozentin unterlegen zu sein, mit der ich meinen Unterricht hab. Denn so gut wie jeden Tag läuft unsere kleine 4 oder 5 Mann Seminargruppe durch die Fakultät Lettres et Langues auf der Suche nach einem Raum. Da der Unterricht sowieso immer 10 Minuten später anfängt (weil vorher einfach niemand da ist), stört das auch niemanden großartig, dass durch das Raumsuchen weitere Zeit verloren geht. Französische Gelassenheit eben. Ich hab mich heute endlich mal so gefühlt, wie man sich fühlt, wenn man das Gefühl hat ein gutes Gefühl für Literatur zu besitzen :) Es ging um das Gedicht " A Country Walk" von Thomas Kinsella. Ein irisches walking poem mit viel geschichtlichten Referenzen zu Irland. Wie auch immer, Madame Martin fing dann auf einmal an über Joseph Conrad zu reden und da kam doch sofort "Heart of Darkness" in my mind. Darüber habe ich nämlich letztes Semester ein termpaper geschrieben. UNd wie es der Zufall so will, wollte auch sie genau auf dieses Werk hinaus, was sehr repräsentativ für post-colonialism ist. Und wie ich geglänzt hab und den Inhalt und die Themen dieses Romans wiedergeben konnte:) Fühlte sich gut an, wenn der Rest der Leute da sitzt, noch nie etwas von Conrad gehört hat und Ich die leuchtenen Augen von Madame Martin sehe, die, so wie jeder Lehrer, den ich hier habe, mit viel Leidenschaft für Literatur seine Fächer unterrichtet.

Danach hab ich meine obligatorische Mittagspause gehalten, denn es gibt auch nichts anderes zu tun, weil alles andere auch zu hat.

Um 14uhr machte ich mich auf den Weg zur Rezeption des Wohnheimes. Kalte Schauer liefen mir über den Rücken, als ich SIE hinter der Glasscheibe sitzen gesehen habe. Der Drache, der kein Englisch spricht. Ich im fließenden französisch gefragt, ob meine gefaxten Unterlagen da sind, sie geantwortet, sie müsste nachschauen, da sie heute die Fax(e?) noch nicht sortiert hat und ich wartet, bis sie kam und mir sagte es sei alles ok. Alles auf französisch verstehen, keine Fragezeichen im Kopf. Aber es kam wie es kommen musste. Ich fragte Sie nochmal nach der Versicherung, die ich brauche und sie brabbelte auf mich ein und ich nickte nur, lächelte, sagte "d'accord" und "oui" von Zeit zu Zeit und verstand rein garnichts.

Weiter ging es zur nächsten Station des Nachmittags. In das International Office zu meiner Freundin, der Sekretärin die Amerikanerin ist und sich weigert bzw so tut, als ob sie kein Englisch spricht. Die Sekretärin war nicht, sondern nur die Direktorin, die beim letzten Mal mir auch versichert hat, dass sie kein Englisch spricht. Ich mich also super vorbereitet, rasselte meine französischen Sätze runter (Ich wollte was abgeben, aber wusste einige Details nicht, die ich auszufüllen hatte, über mein Kurse). Dann stellte sich heraus, sie weiß sie auch nicht. Sie redete und redete und redete und ich stand da...langsam am verzweifeln, denn ich verstand nichts. Das ließ ich sie auch wissen und sie gab sich auch Mühe und hat alles wiederholt und ich verstand es halt einfach nicht. Wenn man die Vokabeln nicht weiß, weiß man sie halt nicht. Ich war frustrierend, ein wenig genervt und demotiviert. Es gibt nichts schlimmeres als in einem fremden Land zu sein und sich nicht in der Landessprache verständen zu können, mit einem Einheimischen, der bestimmt denken muss, man bemüht sich nicht. Meine selbstmitleidenen Gedanken waren aber schnell durch Wut ersetzt, als die Dame auf einmal anfing Englisch mit mir zu reden. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Beim letzten Besuch hab ich mich vor anderen Erasmusstudenten total peinlich gemacht, weil ich nicht mal das Wort Stundenplan auf französisch wusste, vor ihr stand und sie mich angeblich nicht auf englisch verstanden hat. Und auf einmal, nach einem 15 Minuten Kampf auf Französisch spricht sie dann doch Englisch. Erleichterung war natürlich auch dabei, da ich sie ja endlich verstehen konnte und wusste was sie von mir wollte (undzwar das sie von nichts eine Ahnung hat und ich meine Informationen woanders herholen soll), aber dennoch ein totales Unverständnis dafür. Sie ist die Direktorin des International Office und weigert sich eine fremde Sprache zu sprechen. Ich sehe es ja ein, dass sie die ausländischen Studenten dazu bringen wollen, Französisch zu lernen aber sich einfach stur zu weigern die ganze Zeit bis man vor ihr steht und total Verzweifelt und einfach nur gehen möchte. Ist man denn nicht normalerweise stolz darauf, wenn man mehr als seine Muttersprache spricht? Und mir macht es Spaß andere Sprachen zu sprechen und in anderen Sprachen mit fremden Leuten zu agieren. Sollte es dann nicht auch so sein für die Direktorin des INTERNATIONAL office?

Frustriert, wütend, erleichtert ging es dann auf zur Versicherungssuche. Habe festgestellt, dass ich einfach bei irgendeiner Bank eine bekomme zum günstigsten Tarif aber halt dafür ein Konto brauche. Da ich mich aber nicht übersetzungstechnisch auf ein Konto einrichten eingestellt habe (sowas brauch ja sprachliche Vorbereitung) bin ich einfach Essen einkaufen gegangen und habe die Versicherung auf morgen verschoben.

Und das gab es heute:

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französischer Karottensalat, französische Mini-gefüllte-Teig-Dinger, französisches vorgetoastes Brot (schmeckt ein wenig wie Zwieback aber doch ganz anders und sehr lecker, auch ohne Belag), französische Handseife (Le petit Marseillais), französischer Smoothie (halb leer, hatte Durst), französische Salami mit Nussgeschmack, französischen Schokopudding im Glas, französische Fertig Pizza aus dem Kühlregal und ein (Bilder) Buch über die Gegend des Poitou-Charente, wo ich mich gerade befinde, mit geschichtlichen Informationen, sowie ein wenig französischem Lebensgefühl und vielen bunten Fotos.
Ich habe es unterlasen die Kiwis für das Foto zu drapiere oder mein Toilettenpapier als Pyramide im Hintergrund zu stapeln :)

Als ich dann so meine Einkäufe in mein Kühlschrankfach geräumt habe, wurde meine Neugier doch groß einfach mal in das Fach zu schauen, welches kein Schloß davor hat. Also wenn ich, ich wäre, würde ich das ja nutzen, da jetzt bestimmt niemand mehr in das Zimmer zieht. Ich hatte erwartet, ein leeres Fach vorzufinden, einfach halt...leer und was sehe ich, als ich langsam und mit großer Neugier die Tür öffne?

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Ein Joghurt Depos :)

Da war wohl jemand schneller und hatte die gleichen Gedanken wie ich. Aber das Fach ist nicht abgeschloßen und was ist wenn mich der Appetit auf Fruchtjoghurt überkommt????

Mein Tag endete mit meiner Folk Music class. Interessant, lang, spät (18uhr bis 20uhr), müde, Film geguckt) und nun lieg ich in meinem warmen Bett mit meiner warmen Winterbettdecke (Dank meines persönlichen Helden, der an mein Wohlbefinden denkt und mir diese geschickt hat) und werde Harry Potter lesen und schlafen.

Bon nuit!

Eingestellt von Pinky 12:22 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

I got a feeling

sunny 17 °C

9:45 Montag Morgen.

Die Sonne scheinte, ein kühler Wind wehte und vereinzelt tanzten die Blätter auf dem Asphalt und auf dem Rasen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie war ich in den 5 minuten zur Uni in Seattle Stimmung. Endlich fängt der Herbst an. Warme Ugg Boots, Wollschal und schon ist es mir egal, dass es heuten nur 17grad waren :)

Ein ereignisreiches Shakespeare Seminar folgte, mit meiner ersten 'Micro-presentaton' über Akt II, Szene 2 aus Henry IV Part 1. AUßerdem durften wir dann noch die Szene nachspielen. Es wurde viel gelacht und es war mal eine andere Art und Weise die Woche zu beginnen.

Zum Mittag gab es Döner+Fries aus der Uni Cafeteria und anstatt eines Nachmittagsschläfchens ging es in die Bibliothek um meine Präsentation für morgen vorzubereiten.

Hungrig, wie ich jetzt um 19uhr bin, wollte ich in die Küche gehen um mir meinen leckeren Erasco Hühnernudeltopf zu machen, aber wie es nicht anders sein kann, ist mal wieder der Herd kaputt, bzw die Sicherung raus. Schon machte ichmich auf die Suche nach Ersatzherdplatten. Allerdings scheint jeder gerade hungrig zu sein, daher sind alle Küchen auf meinem Gang besetzt...Nagut nicht alle, aber die 2 nächsten. Mag ja nun nicht kilometer weit mit meinem Topf durch die Gegend rennen, dann ist ja meine Suppe schon wieder kalt, wenn ich in meinem Zimmer angekommen bin :)

Der Herd, der selten funktioniert.

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Mein Kühlschrank, der immer nach den exotischsten Sachen riecht, wenn man ihn öffnet. Ich möchte garnicht wissen, was hinter den anderen Türen ist.

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Die micro-onde.

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Und ein schöner Ausblick um sein Dinner zu genießen.

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Also heißt es jetzt warten im erleuchteten Zimmer.

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Tja ja, das erleuchtete Zimmer, mein Zimmer :)

Eingestellt von Pinky 10:05 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (3)

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